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Horst Köhler und der IWF

Von seinem Gründungsauftrag hat sich der IWF weit entfernt - statt sich um die Vorbeugung gegen Finanzkrisen zu kümmern und den internationalen Zahlungsverkehr zu erleichtern, hat er sich dem neoliberalen Weltbild verschrieben. Im Verbund mit der Weltbank zwingt er verschuldeten Ländern Strukturanpassungen auf, die nicht selten die Belange der Bevölkerung vollkommen ignorieren.

Horst Köhler war die Rolle als Chef des Fond daher wie auf den Leib geschrieben: Er ist vor allem Ökonom, kennt sich mit Bilanzen aus, aber weniger mit den Problemen der Entwicklungsländer.

Das wird auch für Deutschland nicht ohne Folgen bleiben: Sowohl die IWF-Dokumente zu Deutschland unter Köhler als auch dessen erste Äußerungen zur deutschen Politik zeigen, dass er die Politik des sozialen Kahlschlags ohne Vorbehalte unterstützen wird.

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