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Demokratiedefizit

Ein Blick auf die Entscheidungsstrukturen des IWF zeigt: Es sind die großen Industrienationen - allen voran die USA und die EU - die das Sagen haben. Das zeigte sich gerade wieder bei der Auswahl eines Nachfolgers, die US-Amerikaner und Europäer wie üblich mit gnadenloser Arroganz durchzogen.

Der nächste IWF-Präsident wird die gleiche Rolle haben, die Horst Köhler gerade so grandios ausgefüllt hat: Die einseitigen Politiken des Fonds gnadenlos schönzureden und so deren problematischen Folgen zu verdecken. Durch das eklatante Demokratiedefizit im IWF, dass den Entwicklungsländern kaum Mitspracherecht und Beteiligung einräumt, sind alle Entscheidungen des Fonds höchst einseitig und damit nicht selten vollkommen unbrauchbar.

Dabei liegen die Vorschläge für längst überfällige Reformen auf dem Tisch. Ob sie umgesetzt werden, hängt aber vom Willen der großen Industriestaaten ab, es mit den Entwicklungschancen der armen Länder in Zukunft ernst zu meinen.

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